Konzept 2 · Ausbildungskonzept

Ausbildung unserer KrisenpräventionskräfteGut vorbereitet in jede Situation

Niemand geht bei uns unvorbereitet in eine Einrichtung. Jede Kraft durchläuft vor dem ersten Einsatz eine mehrstufige Ausbildung — von Deeskalation und Konfliktmanagement über anerkannte Trainingsmethodik bis zur gesetzlich vorgeschriebenen Sachkunde nach § 34a GewO.

Auch danach ist nicht Schluss: Berufsbegleitend gehören verpflichtende Auffrischungen dazu. Hinter dem Programm steht ein interdisziplinäres Team aus Ausbilder:innen und pädagogischen Fachkräften.

Im Verbund

IDP — Institut für Deeskalation und Prävention

Geschult wird am IDP — in Präsenzveranstaltungen und über Online-Module. Das Institut befasst sich ausschließlich mit Krisenprävention und Deeskalation in der Kinder- und Jugendhilfe und bündelt Aus- und Weiterbildung für alle Kräfte von REP SafeCare.

Ausbildung im Seminarraum: Ein Ausbilder erklärt einer Gruppe eine Gesprächssituation
Methodik

Wie geschult wird

Vermittelt wird von internen und externen Ausbilder:innen — anhand von Praxisbeispielen, Gruppenübungen und offenen Diskussionen, damit das Gelernte im Arbeitsalltag ankommt. Die Teilnehmenden reflektieren die eigene Haltung, analysieren reale Situationen und üben angemessene Reaktionen.

Hinter dem Programm steht ein interdisziplinäres Team aus Ausbilder:innen und pädagogischen Fachkräften. Die Schulungen richten sich sowohl an neue Kräfte als auch an erfahrenes Personal, das seine Kenntnisse vertiefen möchte. Jede Grundschulung wird dokumentiert und in der Personalakte hinterlegt.

Der Weg

Ausbildung in vier Phasen

Niemand kommt bei uns unvorbereitet in den Dienst. Die Einarbeitung folgt einem festen, dokumentierten Programm — sie beginnt vor dem ersten Dienst und läuft berufsbegleitend weiter.

Einführungsphase

Einführungsschulung in Präsenz, interne Prozesse und Berichtswege, Schulung im Schutzkonzept und Sachkunde nach § 34a GewO — dazu die rechtlichen Grundlagen vom Jugendschutz bis zum Datenschutz.

Aufbauphase

Deeskalation und Konfliktmanagement, als E-Learning und in praktischer Schulung: Rollenspiele, Simulationen und Übungen zu Kommunikation, Selbstschutz und früher Konflikterkennung.

Vertiefungsphase

Bedarfsgerechte Weiterbildung: Erste Hilfe, Stress- und Burnout-Prävention, Fallarbeit und individuelle Schulungen, begleitet von Supervision und Intervision.

Laufende Auffrischung

Bestehende Inhalte werden regelmäßig wiederholt und geprüft, neue Themen kommen planmäßig hinzu.

Inhalte

Was wir schulen

Zwölf Schwerpunkte, die in jedem Einsatz zusammenkommen — abgeleitet aus unserem Schutz- und Ausbildungskonzept.

Deeskalation

Spannung früh erkennen

Ruhig sprechen, Situationen entschärfen, bevor sie kippen — orientiert unter anderem am Eskalationsmodell nach Friedrich Glasl.

Modul am IDP ansehen →
Kommunikation

Gewaltfreie Kommunikation

Kommunikationstraining nach dem Ansatz von Marshall Rosenberg: aktives Zuhören, wertschätzender Dialog und der Blick auf die Bedürfnisse aller Beteiligten.

Modul am IDP ansehen →
Aggression

Umgang mit Aggression

Vier Kernkompetenzen — Selbst-, Wahrnehmungs-, Kommunikations- und Strukturmanagement — für den professionellen Umgang mit Aggression und Gewalt.

Modul am IDP ansehen →
Beziehung

Nähe und Distanz

Professionelle Beziehungsgestaltung liegt in der Verantwortung jeder Kraft: so viel Nähe wie nötig, so viel Distanz wie geboten, immer transparent.

Modul am IDP ansehen →
Konzept

Schutzkonzept

Jede Kraft wird im Schutzkonzept geschult: Verhaltenskodex, Beschwerdewege und der sensible Umgang mit teils belasteten jungen Menschen.

Modul am IDP ansehen →
Recht

Rechtssicheres Handeln

Was erlaubt ist und was nicht: Verhältnismäßigkeit, Notwehr und die Grenzen des eigenen Handelns.

Modul am IDP ansehen →
Schutztechnik

Eigen- und Fremdschutz

Sich und andere schützen, ohne zu verletzen — nach dem Prinzip der größtmöglichen Leidvermeidung.

Modul am IDP ansehen →
Prozesse

Dokumentation & Abläufe

Nachvollziehbar handeln, sauber dokumentieren, sich im Team abstimmen — von Berichtswegen bis zu internen Kommunikationsstrukturen.

Modul am IDP ansehen →
Fachwissen

Umgang mit psychischen Belastungen

Grundwissen zu häufigen psychischen Belastungen und Traumafolgen junger Menschen: verstehen, was hinter Verhalten stecken kann, und respektvoll damit umgehen.

Modul am IDP ansehen →
Notfall

Erste Hilfe

Praktische Erste-Hilfe-Ausbildung mit regelmäßiger Auffrischung, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.

Modul am IDP ansehen →
Prävention

Brandschutz

Grundlagen der Brandverhütung, Verhalten im Brandfall und der sichere Umgang mit Löschmitteln in der Einrichtung.

Modul am IDP ansehen →
Vielfalt

Interkulturelle Handlungskompetenz

Sensibler Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt sowie Sprachbarrieren — Voraussetzung für Vertrauen in einem diversen Arbeitsfeld.

Modul am IDP ansehen →
Belegbar

Nachweise und Dokumentation

Ausbildung ist bei uns keine einmalige Einweisung, sondern nachvollziehbar dokumentiert. Was jede Kraft mitbringt und laufend nachweist, ist festgehalten und für Träger und Jugendämter überprüfbar.

Interessiert an unserem Ausbildungskonzept?

Darin erklären wir alle Inhalte, Methoden und Qualitätsstandards im Detail — auf Anfrage senden wir es Trägern gern zu.